Praxisbeispiel Rückführung

Ein persönliches Erlebnis von Ralf


Als ich - Ralf - anfing, mich mit dem Thema Rückführungen zu befassen, war ich skeptisch. Ich konnte nur schwer glauben, dass die Bilder, die ich sah und die Geschichten, die ich erlebte, wirklich zu einem früheren Leben gehören sollten. Ich ging vielmehr davon aus, dass sie meiner eigenen Fantasie entsprungen waren oder Assoziationen, ausgelöst durch Filme oder Bücher, die ich gesehen oder gelesen hatte. Vielleicht gerade wegen dieser kritischen Haltung war es ein besonders berührender Moment, als ich nach vielen Jahren auch einen persönlichen „Beweis“ bekam. Und so möchte ich meine folgende Rückführungsgeschichte mit Dir teilen:

 

Mein Thema in dieser Rückführung war:
Was ist meine Lebensaufgabe? Was ist für den spirituellen Weg, den ich gehe, jetzt besonders wichtig?

 

Es dauert eine Weile bis die ersten Bilder klarer werden. Ich bin ein Mann und gehe einen staubigen Feldweg entlang. Die Sonne steht hoch, und es ist heiß. In der Ferne kann ich Menschen sehen, die auf einem Feld arbeiten. In blicke mich um und erkenne eine große Pyramide. Mein Eindruck ist, ich bin bei den Mayas und ich gehöre zu ihnen. Allerdings nicht als einfacher Bauer, sondern als Hohepriester. Ich muss innerlich lachen: „Na klar, ein Hohepriester, typisch, das wollen alle sein.“ Um auszutesten, ob diese Rolle passt, versuche ich, die Perspektive eines Bauern einzunehmen, doch so geht die Geschichte nicht weiter.

 

Die Rückführungsleiterin fragt mich, wie groß ich sei. „Einen Meter achtzig“, also ähnlich wie heute, lautet meine Antwort, doch ich empfinde mich im Vergleich zu jetzt als sehr groß. Vor meinem geistigen Auge taucht ein Vulkan auf, rauchend und ganz offensichtlich aktiv. Ich sehe mich in einer Kammer sitzen, allein über Berechnungen gebeugt und bin mir sicher: In den kommenden Wochen wird der Vulkan ausbrechen und mein ganzes Volk vernichten, wenn ich sie nicht davon überzeugen kann, von hier fortzugehen. Doch das gelingt mir nicht. Die Dorfbewohner glauben fest daran, dass ein traditionelles Ritual ausreicht: Dem Gott des Vulkans muss eine junge Frau geopfert, das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten werden. Ich beuge mich dem Willen meines Volkes, obwohl ich weiß, dass sich dadurch nichts ändern wird. Allerdings verlange ich, das Ritual ohne Zuschauer zu vollziehen. Lediglich das noch pulsierende Herz will ich den wartenden Menschenmassen präsentieren. Eine junge Frau meldet sich freiwillig, um sich für ihr Volk zu opfern. In den folgenden Bildern sehe ich sie auf einem Altar liegen. Ich bin allein mit ihr und gebe ihr ein starkes schmerzstillendes Getränk. Ich beobachte mich selbst dabei, wie ich das Herz herausschneide und meinem Volk zeige. Obwohl es um so eine wichtige Sache geht, ist der König nicht anwesend, weder vor noch während des Rituals und auch nicht danach.

 

Als nächstes folgt ein feuerspeiender Vulkan, der alles unter sich begräbt. Ich fühle mich für den Untergang meines Dorfes verantwortlich. Schon seit langem wusste ich, dass der Vulkan ausbrechen würde, und ich hätte viel früher den König oder wenigstens die Ältesten davon unterrichten und sie von einem Umzug überzeugen müssen. Aber ich hatte nicht den Mut dazu, hätte ich doch auf diese Weise zugegeben, von meiner eigenen rituellen Macht nicht überzeugt zu sein.

 

Ich möchte betonen, dass ich vor der Rückführung kaum etwas über die Kultur der Mayas wusste. Ich war nie dort und hatte auch nie den Wunsch, dort hinzufahren. Ich habe einmal gelesen, dass es bei den Mayas Menschenopfer gegeben haben soll. Dieser Teil der Geschichte könnte also eine Konstruktion sein.

 

Kurze Zeit später habe ich einem Paar, mit dem ich ganz allgemein über Rückführungen sprach, diese Geschichte erzählt. Sie berichteten mir daraufhin, dass sie vor einigen Monaten die Stätten der Mayas besucht hatten. Die Maya-Priester seien tatsächlich größer gewachsen gewesen als das einfache Volk. Die Höhe der Stufen an den Pyramiden wurde dieser Größe angepasst. Die Priester konnten so die Pyramide gemessenen Schrittes erklimmen, während Menschen aus dem einfachen Volk einige Mühe damit hatten. Außerdem erzählten sie mir, dass die Könige sich nie dem einfachen Volk gezeigt hätten. Die Priester waren Mittler zwischen König und Volk. Nur die Priester wussten wohl, wie der König überhaupt aussah. Beide Informationen waren mir neu, aber sie erklärten mir, warum ich mich als so groß empfunden hatte und warum der König, von dem ich ein klares Bild vor Augen hatte, abwesend war.

 

Dieses Erlebnis ist für mich ein persönlicher Beweis, dass es dieses frühere Leben tatsächlich gegeben hat. Ob alle Einzelheiten so stimmen, kann ich natürlich nicht sagen. Insgesamt fühlt es sich für mich aber sehr stimmig an. Dennoch: Wie bei allen Rückführungen, egal ob in die Kindheit oder in ein oder mehrere frühere Leben, war auch bei diesem Erlebnis die Botschaft viel wichtiger , als die Geschichte selbst.

 

Meine Botschaft aus diesem Erlebnis: Sei mutig und gib dein Wissen weiter, Tu dies offen und frühzeitig, denn in einem früheren Leben hast du das versäumt. Dadurch ist ein ganzes Volk untergegangen. Mach transparent, was Du erfahren hast. Es wird für viele von Nutzen sein.

 

Einige persönliche Anmerkungen:

Ob ich tatsächlich glaube ein Hohepriester der Mayas gewesen zu sein. Ja, das glaube ich - ein gesichertes Wissen wird es darüber nicht geben. Doch dies ist nichts besonderes. Jeder von uns hat schon hunderte von Leben hinter sich. Und jeder von uns hatte Leben, wo er eine hochrangige Persönlichkeit war.  Denn nur in solchen Positionen gibt es etwas bestimmtes zu lernen. Und das ist die wahre Essenz aus einer solchen Rückführung. Und auch wenn Du glaubst, dies ist nur eine wundersame Geschichte. Die Botschaft, die Du in einer solchen Rückführung erhältst ist für dein heutiges Leben bestimmt. Und genau darum geht es!

 

Blog-Artikel: Warum ich an frühere Leben glaube.